Der ideale Gast…

Zunächst einmal möchte ich mich an diesem zweiten Weihnachtstag bei allen Menschen bedanken, die es mir ermöglichen als Koch und Gastronom mein Leben zu bestreiten. Da sind zum Einen meine liebevolle Familie, meine liebenswerten Nachbarn und Vermieter, die tolle Dorfgemeinschaft in der wir leben, die netten hilfsbereiten Geschäftspartner und zum Anderen auch die Gäste und Kunden ohne deren Ausgaben für kulinarische Erlebnisse ich nie solange durchgehalten hätte.

Nun, wo die härteste Zeit des Jahres aus gastronomischer Sicht vorbei ist, heisst es für uns als K / 84 Team, den Blick nach vorne zu richten.

In den letzten Monaten wurde ich bombardiert mit Verbesserungsvorschlägen, Kritiken an mir, an dem was ich tue, an den Preisen, an meiner Kompetenz usw. Schlichtweg ALLES wurde mindestens einmal bemängelt. Und die Kehrseite der Medaille ist die schöne, herzerwärmende Freude in den Gesichtern von so vielen Kunden, die sich schon nach einer kurzen Zeit zu Stammgästen entwickelt haben. Gäste deren Antrieb zu uns zu kommen all das ist, was so vielen anderen nicht in voller Gänze gefällt. Ich möchte an dieser Stelle jedem Einzelnen versichern, dass wir Kritik immer anhören, immer bewerten und intern nutzen um langfristig und kontinuierlich in unserem Handeln besser zu werden. Daher gilt jedem Kritiker in erster Linie erstmal unser Dank ausgesprochen.

Bei Kritik, dass ich nicht die selben Servietten wie der Lieblings-Italiener oder die Plastikblumen in der Porzellanvase auf die Tische stelle, wenn der Thailänder in Köln aber eine bessere Suppe macht und im Spanien-Urlaub die Patatas bravas anders geschmeckt haben, wenn dieser eine Wein von dem einen Winzer auf meiner Karte fehlt, immer dann denke ich an Klaus Hoffmanns Live-Konzertmitschnitt “Der ideale Fan”.

Und so frage ich mich an jedem Abend: Gibt es eigentlich den idealen Restaurantgast? Ist er größer als ich, ist er jünger oder älter? Und dann weiß ich: “Ja! Es gibt ihn! Den IDEALEN GAST!”

Der ideale Gast,

er besucht uns regelmäßig. Er bringt Freundinnen und Freunde mit. Während der ideale Gast auf seinen Lieblingstisch am Tresen wartet, bestellt er sich und seinen Freunden einen Aperitif und genießt es dabei zuzusehen wie sein Lieblingstisch für ihn hergerichtet wird. Dort angekommen bestellt er nicht mehr als maximal drei verschiedene Gerichte pro Gang und gemeinsam mit seiner Gesellschaft entscheidet er sich für die ein oder andere Flasche Wein. Den Empfehlungen des Service-Teams hören sie aufmerksam zu und entscheiden sich -ohne sich gezwungen zu fühlen- für das, wonach ihnen gerade ist. Der ideale Gast hat Verständnis dafür, dass nicht immer alles reibungslos funktionieren kann und die Fehlerquelle Mensch gleichzeitig der Garant für Menschlichkeit in einer Gastronomie ist. Man unterhält sich gerne als idealer Gast mit den Menschen am Nachbartisch, die zum ersten Mal da sind. Man unterhält sich über die Vorteile des Konzeptes, die anderen guten Restaurants in der Gegend und herausragende Erlebnisse in anderen Restaurants auf der ganzen Welt. Der ideale Gast weiß die offene, freundliche Art zu schätzen und bezahlt unaufgefordert die gesamte Rechnung statt sie zu vierteln oder zwei gesplittete Bewirtungsbelege anzufordern. Er hat immer genügend Bargeld für ein vernünftiges Trinkgeld in der Tasche und weiß genau, dass es in seinem Lieblingsrestaurant selbstverständlich ist dass die Trinkgelder in der gesamten Belegschaft gerecht verteilt werden.

Er fachsimpelt mit Service und Küche, berichtet über Erfahrungen -positiv wie negativ- und freut sich, dass er ein Teil eines Großen geworden ist. Der ideale Gast hat verstanden, dass ein Konzept eine Nische bestzt und nicht jedem gerecht werden muss. Der ideale Gast mag seinen Gastronomen für dessen aus der breiten Masse herausragende Einzigartigkeit und verlangt von ihm tagtäglich ein klein wenig mehr Individualität. Kurzum, der ideale Gast existiert. Und in unserem Lokal gibt es einige dieser idealen Gäste, die uns täglich motivieren in unserem Tun voranzuschreiten statt uns umzusehen, was andere Gastronomien so machen.

Und um unsere Stammgäste nicht zu vergraulen und gleichzeitig den geäußerten Kritiken nachzukommen, wird es in unserem Restaurant ab Januar einige Veränderungen geben:

  1. Brot und Olivenöl kostet je Schale zu 8 Scheiben 2,- € (Das bedeutet, dass eine Scheibe Brot mit hochwertigstem Öl und bestem Salz billiger ist als eine Zigarette)
  2. Es wird Käse und Schinken geben.
  3. Im Eingangsbereich wird es eine Auswahl an verschiednen Kerzenhaltern und Kerzen geben. Diese können dann gegen eine Leihgebühr (für Reinigung, Bereitstellung etc.) für den eigenen Tisch gemietet, oder als tolles Accesoire für zuhause auch gekauft werden.
  4. Das Gleiche gilt für unser Olivenöl und unsere Salz- und Pfeffermühlen. Die machen sich auch super auf dem Esstisch zuhause.
  5. Auf alle offenen Weine gilt als “Außer-Haus”-Angebot: 3 Flaschen kaufen – nur 2 bezahlen.
  6. Es gibt eine Schale Brot zu den Vorspeisen und Suppen kostenlos. Ansonsten sh. Punkt 1.
  7. Pro Tisch eine Rechnung… Es wäre uns ein Herzenswunsch, dass unsere Gäste alle gleich gut und mit derselben Aufmerksamkeit bedient werden können und nicht im hektischen Trubel durch das Auseinanderklamüsern einer Rechnung andere Gäste vernachlässigen müssen.

Und außerdem:

Ab Januar führen wir die Wahl zum “LIEBLINGSGAST DES MONATS” ein. Wir möchten unsere Lieblingsgäste belohnen. Wie? Seid gespannt, kommt vorbei und findet´s heraus…

Pascha Pourian, 32, Gastronom, Inhaber des Restaurant K/84 und der Eventlocation OUMAMI Pascha Pourian Kochstudio

 

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Valentinstags-Menü

Picknick: 2 Garnelen auf einer Decke aus Tomaten inmitten einer grünen Avocadowiese mit Prosecco-Milchschaum
4 Garnelen
1 große Tomate
1 Avocado
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
1 kleine Chili
5 g Koriander
2 El Schnittlauch (ca. 3 cm lang)
2 Radieschen
1/2 Limette
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Die Avocado entkernen, schälen und in ein hohes zylindrisches Gefäß geben. Die gehackte Knoblauchzehe und etwasChili mit hinzugeben, pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Tomate vierteln, entkernen und das Fruchtfeisch in feine Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls in feinste Würfel schneiden und mit hinzugeben. Das Ganze mit Salz, Pfeffer und Olivenöl abgeschmeckt in einer Schüssel zwischenlagern.
Die Radieschen in dünne Streifen schneiden. Garnelen in einer Pfanne sehr heiß anbraten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren: Die Avocadocremeauf zwei Tellern gleichmäßig aufstreichen, mit Korianderblättern, Schnittlauchhalmen und den Radieschenstreifen belegen. Anschließend die Tomatenwürfel gleichmäßig zu einem Rechteck geformt zentriert auf  der Avocadocreme platzieren und final die gebratenen Garnelen hierauf setzen. Milch mit etwas Prosecco im Milchschäumer zu einem festen Schaum erwärmen und damit kleine Tupfer auf dem Teller verteilen.

Honeymoon: Hähnchenbrust auf einem seidenweichen Selleriebett und grüner Pestodecke aus Radieschengrün
1 große oder 2 kleine Hähnchenbrüste
1/2 Knolle Sellerie
1 Zwiebel
50 ml Sahne
1 Tl Trüffelbutter
Blätter von zwei Radieschen
1 Zweig Petersilie
50 g Pecorino
30 ml Olivenöl

Sellerieknolle schälen und in kleine Stücke schneiden. Ebenso mit der Zwiebel verfahren und beides zusammen in einem Topf mit der Trüffelbutter anschwitzen. Anschließen etwas Wasser und Sahne hinzugeben und mit verschlossenem Deckel weichkochen. Final pürieren und mit Salz abschmecken.
Das Radieschengrün, die Petersilie und den Pecorino kleinschneiden und mit dem Olivenöl zu einer cremigen Pesto pürieren.Die Hähnchenbrust kross anbraten und anschließend bei 90°C im Ofen durchgaren. Zum Servieren: Die Selleriecreme auf einem rechteckigen Teller anrichten, dann die längs halbierte Hähnchenbrust “ins Bett legen” und zu zwei Drittel mit Pesto bedecken.
 

Kinoabend: Himbeersorbet und weißes Schokoladenpannacotta mit süßem Karamell-Popcorn
200 g Himbeeren TK
50 ml Zuckersirup
1 Päckchen Vanillezucker

Die Zutaten miteinander pürieren und in zwei Gläser portioniert einfrieren.

300 ml Sahne
30 g weiße Schokolade
2 Blatt Gelatine
20 g Zucker

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, Die Sahne mit dem Zucker aufkochen, die Gelatine aus dem Wasser nehmen und in der Sahne schmelzen. Die Schokolade ebenfalls hinzugeben und schmelzen. Anschließend auf Zimmertemperatur herunterkühlen und zwei weitere Gläser einfüllen. Diese mindestens eine Stunde im Kühlschrank festwerden lassen.

30 g Popcorn-Mais
30 g Zucker
10 g Butter
Popcorn in einem hohen Topf mit Pflanzenöl zubereiten, parallel dazu in einer Pfanne den Zucker hellbraun karamellsieren und dann die Butter hinzugeben. Das Karamell in den Topf geben und mit einem Fön über das Popcorn verteilen.

Zum Servieren: Das Sorbet auf die Panna Cotta stürzen und mit dem Popcorn garnieren.

 
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Fachkräftemangel in der Gastronomie:

KOCH-AZUBI gesucht:

Das Restaurant “xy” sucht zum Schuljahr 2015/2016 einen neuen Auszubildenden. Interessiert dich der Beruf des Kochs und möchtest du alle Facetten vom klassischen Schmorbraten bis zur veganen postmodernen Küche, von Japan bis Mexiko und von A wie AAL bis Z wie ZICKLEIN erlernen? Dann bist du bei uns genau richtig. In der Produktionsküche wirst du werktags von 8-17 Uhr täglich eingesetzt werden. Neben dem Blockunterricht in der Schule wirst du ab dem zweiten Lehrjahr für Praktika sowohl in unserem eigenen Restaurant als auch bei namhaften Restaurants und Cateringspezialisten die Welt des a la carte Kochens und der Eventgastronomie erleben. Die Begleitung und Durchführung von Kochkursen im dritten Lehrjahr werden deine Ausbildung rundum vervollständigen und wir hoffen, ein Allroundtalent geschmiedet zu haben, dass in der spannenden Welt der Gastronomie und Hotellerie seine Nische und seine Berufung finden wird.

Und hier die Realität:

Ausbildung: 3 Jahre Kalte Küche, Spülküche und Drecksarbeit für die anderen “gelernten” Köche. In der Zeit 6 Küchenchefs erlebt, einmal den Betrieb wegen Insolvenz gewechselt, einmal wegen Körperverletzung. 4000,-€ Schulden bei der Bank (für Messer, Kochjacken, Miete, Alkohol, Zigaretten und andere Drogen), keine Freunde mehr, sprachliche und geistige Verarmung.

Danach: Manche müssen in die Insolvenz, manche suchen die Flucht in die Gemeinschaftsverpflegung, manche wechseln gar den Beruf. Andere machen sich als Mietköche selbständig, arbeiten für Hungerlöhne auf Kosten ihrer Altersvorsorge und der Arbeitslosenversicherung.

Alle haben sie etwas gemeinsam: Sie nörgeln und jammern über die sinkende Qualität der Produkte, den fehlenden Nachwuchs, die schlechter werdenden Ausbildungsbedingungen, usw.

Demgegenüber steht eine ganze Schicht an Gastronomen und Köchen, leidenschaftlichen Quereinsteigern und Genussjunkies, die auf der Überholspur erfolgreich nicht nur die Gäste abwerben, sondern sich auch nicht für die angeblich so qualifizierten Köche und Gastronomen von oben interessieren. Wenn man sich diese Erfolgsmenschen und -unternehmen mal genauer anschaut, dann wird einem einiges klar:

Wer Qualität und Einmaligkeit auf den Teller und ins Glas bringt, der hat Erfolg! Ist sie/er auch noch ein Gesicht, dass sich selbst vermarktet und nicht hinter einem grandiosen Werbenamen fungiert, so kommt auch das notwendige Quäntchen Authenzität hinzu. Kleinunternehmer mit dynamischem Schwung und Herzblut für die Sache! Erfolg mit über 60 Sitzplätzen klappt nicht! MEHR DAVON!!!

Restaurantbesucher sehnen sich mehr denn je nach Gastlichkeit, Qualität,Einzigartigkeit und einem netten Gesicht, dass sich Namen und Vorlieben merkt. Wer weniger ausgeben will und trotzdem essen gehen will, der wird die L’Osterias und Vapianos dieser Welt aufsuchen. Wer versucht eine klassische Gastronomie aufrechtzuerhalten wird feststellen, dass es personalpolitisch und logistisch unausweichlich Situationen geben wird, in denen man sich auf die -nicht vorhandene- Kompetenz von Mietköchen verlassen muss. (Ja ich weiß, es gibt auch Ausnahmen und pauschal sollte man so etwas nie schreiben)

Also geht hin und startet eure einzigartigen, leckeren Konzepte im Kleinen und vergesst diese Läden mit 70 Sitzplätzen und mehr, wo Kompetenzen über klassische hierarchische Strukturen aufgebaut werden müssen. Das Modell Chef-Azubi-Aushilfe im kleinen Laden ist da sehr viel aussichtsreicher.

Doch zurück zum Nachwuchs und der Förderung: Niemand muss 2000 Schnitzel in seiner Ausbildung panieren um zu wissen wie es geht… wirklich niemand! Wer ausbilden will, der sollte vor allem durch Abwechslung auf der Speisekarte bei hohem Maß an Selbsverarbeitung glänzen. Dazu kommen freundliche Arbeitszeiten(Kinder wollen feiern und spielen!). Spaß beiseite, es ist doch nicht normal, dass von jugendlichen erwartet wird, dass sie alle sozialen Verbindungen auflösen sollen um für Hungerlöhne Schnitzel zu panieren. Was ist bloß los mit euch Supergastronomen???

Lasst die Azubis Fische filetieren, Keulen, Rücken, Wild, Geflügel zerlegen, Suppen kochen, Dressings herstellen, nebenbei noch Seitan und Tempeh herstellen und wenn die Zeit es zulässt, dann auch noch ein bisschen Käse selbst herstellen. Das Schöne daran ist, dass all diese Tätigkeiten entkoppelt werden können von dem gängigen a la carte Geschäft. Und jetzt stelle sich mal einer vor, da gibt es ein Restaurant, dass folgende Stelle ausschreibt:

KOCH-AZUBI gesucht: Das Restaurant “xy” sucht zum Schuljahr 2015/2016 einen neuen Auszubildenden. Interessiert dich der Beruf des Kochs und möchtest du alle Facetten vom klassischen Schmorbraten bis zur veganen postmodernen Küche, von Japan bis Mexiko und von A wie AAL bis Z wie ZICKLEIN erlernen? Dann bist du bei uns genau richtig. In der Produktionsküche wirst du werktags von 8-17 Uhr täglich eingesetzt werden. Neben dem Blockunterricht in der Schule wirst du ab dem zweiten Lehrjahr für Praktika sowohl in unserem eigenen Restaurant als auch bei namhaften Restaurants und Cateringspezialisten die Welt des a la carte Kochens und der Eventgastronomie erleben. Die Begleitung und Durchführung von Kochkursen im dritten Lehrjahr werden deine Ausbildung rundum vervollständigen und wir hoffen, ein Allroundtalent geschmiedet zu haben, dass in der spannenden Welt der Gastronomie und Hotellerie seine Nische und seine Berufung finden wird.

Mehr Infos unter: Restaurant xy – Nimmerlandsstraße 111 – 66542 Takatukkaland

Liebe Grüße, Pascha Pourian

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Es wird spannend… Genusskunst in Wuppertal

Eine neue Kochschule… Braucht man das wirklich?

Wenn es so eine ist, dann ja!!!

In Wuppertal öffnet die genusskunst ab November ihre Pforten und hier kann man nur sagen: da macht sich einer ans Werk, der Vollgas geben will! Voller Mut und Tatendrang, mit dem Willen dem Preiskampf einen Qualitätsmarker nach oben entgegenzusetzen. Das freut mich sehr und da bin ich dann auch gerne als externer Berater und als Kochdozent tätig! Finde ich gut, will ich unterstützen, dann seid mal gespannt was da passiert!

 

Lg Pascha Pourian

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Aushilfe gesucht!!!

Die Arbeit wird nicht weniger, im Gegenteil, es wird mal wieder Zeit, dass ich Kompetenzen abgebe an jemanden, der es einfach besser kann als ich.

Deswegen suche ich als langfristige Aushilfskraft auf 450,-€ Basis eine Büromitarbeiterin in Königswinter-Bellinghausen. Und da ich mal professionelle Ansprüche an mich selbst gestellt habe, kommt hier auch eine professionelle Stellenanzeige:

Pascha Pourian Eventmanagement, Mietkoch und Kochkursmoderator – Das ist in erster Linie Genuss und Leichtigkeit verbunden mit Spaß und Heiterkeit für den Kunden. Dahinter steckt jahrelange, professionelle Arbeit mit Küchenhandwerk, in Catering- und Restaurantküchen und im direkten Kundenkontakt mit über 1000 Kochkursen in den letzten 5 Jahren. Der Wille am Puls der Zeit zu bleiben und sich kontinuierlich zu verbessern, das ist, was den raschen Erfolg ausmacht. Eine hohe Nachfrage entsteht im Bereich der gastronomischen Beratung, der Cateringküchenleitung und der Kochkursmoderation weit über die Grenzen von Königswinter hinaus bis Düsseldorf, Wuppertal und Frankfurt. Um dieses spannende Feld weiterhin professionell bearbeiten zu können und das Zeitmanagement zu optimieren soll das Team erweitert werden um eine/n Büromitarbeiter/in auf 450,-€-Basis.

Das Aufgabengebiet umfasst: Pflege des CRM, Pflege des CM der Internetpräsenzen, Schreiben und Layouten von Rezeptemappen nach Diktat, Erstellung von Angeboten (nach Diktat), Erstellen von Rechnungen, Pflege des Kassenbuchs, gelegentliche Untestützung bei Veranstaltungen im Service- und/oder Küchenbereich.

Ich biete: vollausgestattenen Büroarbeitsplatz mit modernem Großbildschirm-Mac, Fairtrade Bio Kaffee und Umkehrosmosewasser, weitesgehend frei einteilbare Arbeitszeiten, Urlaubsregelung mit Fortzahlung, familiäres Umfeld in kleinem aber schnuckeligem Team, eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit mit stetig wechselnden Herausforderungen, einen Einblick in die Welt eines professioniellen und passionierten Kochs und dessen Rezeptewelt, Einblick in die Welt der Produktentwicklung und der Foodfotografie, regelmäßige und pünktliche Bezahlung.

An den/die Bewerber/in werden folgende Voraussetzungen gestellt: 10-Finger-Schreiben nach Diktat (Diktiergerät mit Fußschalter und Headset vorhanden), Grundkenntnisse in Entourage, Excel und Word, Grundkenntnisse in WordPress, Spaß am Thema Food, Begeisterung für Kochrezepte und idealerweise erweiterte Kenntnisse der Adobe Creative Cloud

Bewerbungen bitte mit Lebenslauf und gewünschtem Stundenlohn an info@paschapourian.de

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Kochkurse im Kochhaus Köln Sülz

Es geht wieder lustig weiter mit den Neuigkeiten. Das Kochhaus Sülz hat sich dazu entschlossen, mich für die Kochkurse der Individualgäste zu engagieren.

Das freut mich natürlich sehr und entgegen meiner ersten Zweifel, dass ich in einem Supermarkt statt einer Kochschule einen Kochkurs abhalten soll, kann ich nur davon sprechen: Top Qualität, trifft Top-Location, trifft Top-Ambiente!!! Und jetzt auch noch mit Top-Kochkursmoderator ;-)

hier geht es zu den Terminen…

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Neue Kochkurse für Düsseldorf!!!

schaut her, schaut her!!!

Es geht weiter mit den Kochkursen.

Für Düsseldorf stehen die Termine schon und ich kann mit Freude verkünden: Der erste Kurs ist schon ausgebucht!!! Also nix wie ran und sichert Euch die Plätze für die nächsten Kurse!

 

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Kochkurs Frühlingserwachen

Beim Kochkurs in der Eventlocation der Germania Gebäudedienste in Bonn wurde es ziemlich lecker!

Thema war “Frühlingserwachen”

Dazu gehörte selbstverständlich mein Waldmeistersirup, Wildkräuter vom Keltenhof und aus dem Garten, junge Möhren, Kohlrabi, Erbsen, Spargel, Bärlauch, Frühlingszwiebeln und noch so einiges mehr.

Erstaunt war ich von der sauguten Qualität der Morcheln, danke dafür dem Frische Paradies und hervorragendes Kalbfleisch habt ihr auch geliefert.

Hier also das Menü:

Wildkräutersalat in Waldmeistervinaigrette mit Ziegenkäsezigarre und Olivensalz

Cremesuppe von Erbse, Spargel und Bärlauch mit Lachstatar und Lachskaviar

Kalbsrücken mit echtem Leipziger Allerlei

Crepes mit Vanille-Rhabarbermarmelade und Holunder-Minz-Schmand

 

Die Rezepte gibt es kostenlos als PDF auf Anfrage unter rezepte@food-redakteur.de

 

 

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Büromitarbeiter und mehr gesucht!!!

In meinem wunderschönen Häuschen biete ich den Komfort, an einem Großbildschirm und einem Mac der neuesten Generation zu arbeiten. Vor lauter Aufträgen als Mietkoch, Gastronomieberater, Kochkursmoderator und Eventmanager bleibt die ganze Schreibarbeit derzeit auf der Strecke. Ich habe schon versucht den Tag auf 48 Stunden zu dehnen um mehr Zeit zu haben, aber das klappt leider nicht. Meine Kinder haben mich auch schon lange nicht mehr von vorne gesehen (wenn sie denn mal wach sind, wenn ich zuhause bin).

Und daher suche ich ab sofort in Teilzeit oder als Aushilfe:

gastronomie-affine, redegewandte und eigenständig arbeitende Assistentin.

Wer sich in der Lage sieht, mit meinen wirren Gedanken klarzukommen und mit mir die Welt der Gastronomie in allen Facetten miterleben will, der kann auch in Vollzeit eingestellt werden und den Mix aus Assistentin und Küchenhilfe/Beiköchin starten.

Ab wann? Seit gestern!

 

Also für alle Interessierten:

Bewerbungen an info@food-redakteur.de

 

P.S.: der Blog muss auch gepflegt werden

 

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…a strange arrangement

Der Titel dieses Artikels bezieht sich auf den gleichnamigen Song von Mayer Hawthorne.

Er beschreibt ziemlich genau meine Beziehung zu Bärlauch.

 

Momentan bearbeite ich sehr viele Anfragen für die kommenden Monate und ich freue mich schon sehr darauf, die tollen Frühlingsprodukte wieder zwischen die Finger zu bekommen. Erdbeeren, Waldmeister, Rhabarber, Morcheln, Kohlrabi, Dicke Bohnen, Erbsen, Zuckerschoten, Radieschen, gelbe Rüben, Navetten, Holunderblüten, Spargel. Es gibt so viele tolle Produkte… Doch eins habe ich mir dieses Jahr schon vorgenommen:

Wenn Bärlauch, dann volle Breitseite und kleine Portionen!

Meine 10 Gründe:

1. Bärlauch ist sehr penetrant und zerstört zuviele andere Aromen

2. Man bekommt langanhaltenden Mundgeruch

3. Ich kenne nichts, dass mit Bärlauch besser schmeckt als mit geröstetem Knoblauch

4. Die einzige Ausnahme ist die wundervolle Bärlauchcremesuppe auf Basis einer Spargel-Erbsencremesuppe

5. Dennoch: mehr als 100 ml dieser unglaublich genialen Bärlauchsuppe pro Woche sind einfach zuviel

6. Wer der Meinung ist, dass Lamm und Bärlauch perfekte Partner sind, der kennt nicht die “Romeo-und-Julia-Version” von Lamm und Sumach

7. Bärlauch sammeln macht Spaß? Bärlauch wird beim Sammeln immer wieder mit dem Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Diese drei Pflanzen sind äußerst giftig, und es kommt immer wieder zu teils tödlichen Vergiftungen.

8. Wieso keine Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch? Dazu etwas gerösteter Knoblauch und die Welt ist so viel schöner.

9. Man darf den Bärlauch-Trend in der Spitzengastronomie als tatsächliche Modeerscheinung bezeichnen. Wer heute noch mit Bärlauch kocht, der hat nicht verstanden das der Hype darum Ende der Neunziger absolut irrational war.

10. Ich will nicht alles schlecht reden sondern möchte allen ambitionierten Hobby- und Profiköchen und auch den Waldsammlern ein viel schmackhafteres Abenteuer anbieten:

Gundermann, Schafsgarbe, Kamille, Vogelmiere, Melde, purpurrote und weiße Taubnessel, DAS sind die Stars der frühlingshaften Frischekräuter aus dem Wald und von der Wiese! Alles was man aus diesen Kräutern macht schmeckt mit Sicherheit genauso spannend und gut wie mit Bärlauch.

Wer schon einmal eine Pesto aus Schafsgarbe, Gundermann und Kamille auf sein Fleisch gestrichen hat oder einen Vogelmieresalat mit den Blüten der Taubnesseln dekoriert probiert hat wird berchtigterweise die Frage stellen: “Wer ist dieser Bärlauch?” und bei einer Cappucinotasse Bärlauchcremesuppe seiner Souveränität durch ein gesetztes Lächeln Ausdruck verleihen.

- Pascha Pourian vs Bärlauch, a strange arrangement, Bonn, 2014

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